1. Station: San Francisco – Der Goldrausch ruft

Tag 1

Über grellweißen, flauschigen Puderzuckerwolken den Start in den Urlaub genießen. Sich entspannt zurücklehnen und den ersten Drink genießen, während man sich mental auf die bevorstehenden Abenteuer einstellt und den Alltagswust aus dem Kopf verbannt. Von den 11,5 Stunden Flugzeit von Düsseldorf nach San Francisco 9 tief und fest durchschlafen und die restliche Zeit dazu nutzen, herausragende Filme zu sehen, sich vom Bordpersonal bedienen zu lassen und vollkommen entspannt in San Francisco anzukommen – so sieht der perfekte Hinflug für uns aus. Nicht. Die weniger perfekte Realität beinhaltet ein quengelndes Kind in unmittelbarer Umgebung, trockene Flugzeugluft, ein paar Turbulenzen wegen schlechten Wetters (was die Quengelei nicht wirklich verbessert), elektrisch aufgeladenes Haar, schmerzende Knochen und Glieder und tiefe Dankbarkeit beim Blick auf die Uhr nach ganzen 30 Minuten „Schlaf“.

Entsprechend sehen wir aus, als wir um 16 Uhr nachmittags, kalifornische Zeit, in San Francisco wieder festen Boden unter den Füßen hatten. Die Weiterfahrt in die City ist aber glücklicherweise kein Hexenwerk und der echte Abenteurer lässt sich von einem typischen Langstreckenflug in der Economy Class auch nicht weiter aus der Bahn werfen. Die Vorfreude ist riesig und sofern man das System der Ticketautomaten für den Bay Area Rapid Transit (BART) versteht – verständnisloses aber nettes Personal ist jedoch nie weit – ist man innerhalb von 40 Minuten im Zentrum dieser charmanten und beeindruckenden Stadt.

Es ist sonnig aber wirklich frisch, als wir in unserem ersten Hotel einchecken. Das Hotel Diva liegt mitten im Zentrum in einer Querstraße zum Union Square und begrüßt uns mit einem Willkommens-Cosmopolitan – der perfekte Start findet also trotzdem seinen Platz. Nach einer Dusche und dem Triumph über den Jetlag-Schweinehund, der beim Anblick des Bettes laut jubelt, beginnen wir, die nähere Umgebung zu erkunden. Der Union Square präsentiert sich als eine Art Knotenpunkt und Stadtzentrum. Hier starten die berühmten Cable Cars zwei ihrer Routen in den Norden der Stadt, Restaurants und Bars reihen sich genauso wie Hotels und Klamotten-, Schuh- und Juwelierläden aneinander und die Straßen sind voller Menschen. Mehr als die zwei Blöcke rund um die Powell Street bekommen wir heute allerdings nicht mehr zu sehen. Nach unserem ersten köstlichen American Burger bei Cafe Mason (sehr zu empfehlen) fallen wir hundemüde in Bett – nach 22 Stunden auf den Beinen hilft wirklich nur noch Schlaf. Denn die Liste der Dinge, die wir in den nächsten Tagen sehen und erkunden wollen, scheint viel zu lang für nur drei Tage Aufenthalt…